AnT 4.669

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AnT 4.669 ist ein am Institut für Parallele und Verteilte Systeme entwickeltes Simulationstool. Es handelt sich um ein Open-Source-Projekt der Gruppe für Nichtlineare Dynamik.

Ant4669 logo.png

AnT stellt eine ganze Reihe bekannter und kombinierter Integrationsverfahren zur Verfügung, mit denen Systemfunktionen aller Art - entweder in C++ geschrieben oder über einen Funktionsparser eingegeben - simuliert werden können. Trotz der alten Homepage ist das Projekt immer noch aktuell (Stand Oktober 2009).

Mögliche Systemklassen

  • DGLn, PDGLn, FDGLn, DDGLn
  • Maps, rekurrente Maps
  • CODEL, CML
  • Hybride Systeme
  • Stochastische DGLn

Untersuchungsmethoden (fest verdrahtet)

  • Allgemeine Trajektorienuntersuchung
  • Berechnung von Lyapunov Exponenten
  • Berechnung von Poincaré Schnitten
  • Symbolic image analysis
  • Box counting
  • Periodenanalyse
  • Regionenanalyse
  • Cobweb diagrams (graphische Iterationen)
  • Spektralanalyse
  • Principal Component Decomposition
  • Symbolfolgenanalyse
  • Bedingungsprüfer

Architektur

Interessant ist vor allem die Architektur der Software. Sie ermöglicht die Schachtelung von Untersuchungsverfahren, wie zum Beispiel Poincare-Schnitten und eignet sich daher vor allem zur Bifurkationsanalyse. Die Überlegungen sind beim Sourcecodelesen ganz gut erkennbar, aber auch auf der Seite gibt es eine ganz gute Dokumentation.

Simulationsergebnisse

Die Visualisierung der Simulationsergebnisse ist entweder in einer OpenGL basierten 3D Umgebung möglich, oder man lässt den GnuPlotter arbeiten. Auch ein Import in Matlab ist relativ einfach möglich, da das Ausgabeformat reine Ascii-Dateien sind.

Installation

Das Team stellt regelmäßig die neueste Version der sowohl für Unix als auch Windows nutzbaren Software ins Netz (Link unten). Unter Windows sind einige Extras notwendig. Das ist auf der Seite aber hinreichend gut beschrieben. Es gibt auch eine Onlineversion, mit der man zwar nicht eigene Systeme simulieren kann, jedoch einen Eindruck gewinnt, wofür die Software gut ist.

Unix

  1. ggf. GTK installieren (ist nicht erforderlich, wenn man sich auf den Gnuplotter beschränken möchte)
  2. Quellen entpacken (tar -xzf AnT....tar.gz)
  3. ins Verzeichnis wechseln
  4. ./configure --prefix=/pfad/wo/es/installiert/werden/soll
  5. auf entsprechende Fehlermeldungen durch Installation der entsprechenden Bibliotheken reagieren (z.B. glut für Visualisierung oder fftw für Fourieranalyse)
  6. make install
  7. $PATH um den /pfad/wo/es/installiert/werden/soll erweitern
  8. AnT starten und freuen
  9. tarball und entpacktes tar-Verzeichnis ggf. löschen

Wenn etwas nicht funktionieren sollte, liest man erst das README, dann schreibt man eine Email an das Team und sollte kurze Zeit später eine Antwort erhalten.

Windows

grob:

  1. MinGW, MSys und MSys-DTK
  2. GTK installieren
  3. AnT installieren
  4. $ANT_TOPDIR auf AnT-Installationspfad setzen
  5. starten und höchstwahrscheinlich eine Email ans Team schreiben, weil ich hier irgendwas vergessen habe.

Externe Links