Schlüsselqualifkationen

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Bei der Wahl der Schlüsselqualifikationen kann man aus einem umfangreichen Angebot zwei beliebige (mit Ausnahme des Kompetenzbereiches 6: Naturwissenschaftlich-technische Grundlagen) auswählen, die sich interessant anhören und möglichst zeitlich in den Stundenplan passen. Es handelt sich hierbei immer um Scheine, das heißt die Noten wandern nicht in das Bachelor-Zeugnis und es ist eine tolle Möglichkeit neue Leute aus anderen Studiengängen kennen zu lernen.

http://www.uni-stuttgart.de/sq/



Nachfolgend sind einige Erfahrungsberichte von diversen Schlüsselqualifikationen nach Kompetenzbereichen aufgelistet:


Inhaltsverzeichnis

Kompetenzbereich 1: Methodische Kompetenzen

Wissenschaftliches Arbeiten

Das Ganze läuft wie sehr lockerer Deutschunterricht ab. Behandelt wird z.B. richtiges Zitieren, also Dinge, die später auch mal nützen können. Frau Dr. Gärtner ist sehr locker und die einzige Leistung für den Schein war, außer halbwegs passender Anwesenheit, ein auf ein paar Seiten zusammengefasster Text, der beinahe alles und nichts in Richtung Kybernetik sein kann. Es wird abgestimmt, ob der Text als Klausur vor Ort bearbeitet wird oder ein etwas längerer Text als Hausarbeit aufgegeben wird.


Anwendungsorientierte Einführung in Office-Produkte

Diese SQ kann ich sehr empfehlen. "Einführung" hört sich grundlegender an, als es ist. Der Dozent (zu meiner Zeit Henning Baars) ist ziemlich cool drauf. Er frag zu Beginn des Kurses den Wissenstand und Interessen der Teilnehmer ab und richtet danach das Programm aus. Behandelt wird Excel sehr ausführlich, Word und Powerpoint am Rande und was sich der Kurs eben wünscht. Ursprünglich war die Veranstaltung für BWLer gedacht, wurde erst im SS 2010 als SQ geöffnet. Dies gibt die Möglichkeit, in die BWL reinzuschnuppern und ein paar Methoden und Begriffe aufzuschnappen. Ich fand das sehr interessant und eine schöne Ergänzug zur Kybernetik. Die Veranstaltung findet wöchentlich Donnerstag abends im Cip-pool der Fakultät 10 statt (der ist ziemlich versteckt, lässt sich aber mit durchfragen finden). Aufgezogen ist die Veranstaltung anhand eines Fallbeispiels. Man betrachtet die Daten eines Versandhandels und soll mit Hilfe von Excel und BWL-Methoden die Schwachstellen des Unternehmens aufdecken. Als Prüfungsleistung muss man am Ende eine Zusammenfassung der gefundenen Schwachstellen und mögliche Lösungsansätze in ein (mit Tabellen geschmücktes) Word-Dokument packen. Es geht darum, zu zeigen, dass man zugehört hat und sich einen Nachmittag Zeit genommen hat, das Gehörte in Worte zu fassen. Ich fand die Veranstaltung sehr lehrreich (habe einige Tricks über MS-Office gelernt) und kurzweilig.

Kompetenzbereich 2: Soziale Kompetenzen

Moderne Umgangsformen

Da geht es um „Manieren“, sag ich mal. Wenn ihr irgendwann einmal der Oberchiefcommander seid und ihr mit eurer Schnitte irgendwo hingeht, um irgendwen zu treffen, lernt man hier wer dann wem wen vorstellen sollte und in welcher Reihenfolge usw. und Vieles mehr, an was man sonst nie denken würde. Pro: Es ist Neuland für nahezu alle Techniker :-) und es ist auch ein Blockseminar. Kontra: Es ist ein Blockseminar über ein Wochenende und man kommt somit auch sonntags.


Approaches to intercultural competence

Der SQ ist wie der Namen schon vermuten lässt komplett in Englisch. Die meisten Teilnehmer sind auch keine SQ'ler, sondern Ostasiaten und -europäer, die den Kurs als englsichen Sprachkurs besuchen. Somit ist der Kurs wirklich "intercultural". Wundert euch nicht darüber, dass bei diesem Kurs so gut wie alles benotet wird - die nicht-SQ-ler bekommen für den Kurs eine Note. Aber euer "bestanden" bekommt ihr fast egal was ihr macht ;). Pro: Man kann etwas Englisch üben, auch wenn man von "Training" weit entfernt ist. Und es ist interessant in einem wirklich interculturellen Kurs über die kulturellen Unterschiede zu sprechen. Kontra: Der SQ ist ein ganzes Semester lang jede Woche Mittwochmorgens im ersten Block und wenn man alles macht, das die Dozentin fordert hat man für einen SQ recht viel Arbeit.


Unternehmensethik als Themenfeld beruflicher Bildung

Die SQ bei Dieter Schart findet an 3 oder 4 Samstagen statt und wird locker im kleinen Kreis gehalten. Am Ende wird eine kurze Hausarbeit verlangt. Die Themenauswahl dafür ist sehr vielseitig. Es können auch eigene Themen eingebracht werden.


Stimm- und Sprechtraining

Bei dieser SQ handelt sich um ein Kompaktseminar, das an zwei Wochenenden stattfindet - knapp 5h, wenn ich mich recht entsinne jeden Tag, insgesamt 5x. Das hört sich stressiger an, als es ist. Der Kurs war völlig überlaufen und die Dozentin musste zu Beginn erstmal ein paar Leute "los werden". Zum Inhalt: in der SQ werden weniger konkrete Tipps gegeben, wie z.B. "Wie präsentiere ich mich am besten bei einer Präsentation?". Wer also irgendwas sucht, das ihm tatsächlich helfen sollte ihn in Situationen wie Präsentation, Smalltalk im Alltag, ... mit konkreten Hilfestellungen weiter zu bringen ist hier eher fehl am Platz. Die Dozentin legt vor allem Wert auf Stimmklang, Atmung etc., dabei aber eher ohne praktischen Bezug. Jeder muss eine Kurzgeschichte/Gedicht/... vorbereiten und trägt das dann - zum teil mit skurilsten Verenkungen - den anderen vor. Man merkt relativ schnell, das die Dozentin vom Theater ist. Zum Ablauf: Zu Beginn werden Lockerungsübungen gemacht um das Sprechorgan zu entspannen. Das wirkt am Anfang ziemlich abgefahren und der nicht eigenweihte Beobachter würde sich wohl an die den Kopf fassen. Überhaupt durchzieht sich das komplette Seminar mit solchen Übungen. Das sieht dann so z.B. so aus: man bilde mit den Händen eine Faust vor der Brust und anschließend schüttelt man die Faust und lässt eine Art monotonen Ton aus sich raus, der dann durch die Bewegung der Hände schwingt. Mein Fazit: wer mal Lust, was ganz abgefahrenes zu probieren ist hier richtig. Sind auch viele Mädels da und vor allem: die SQ ist stressfrei. Bis auf eine Anwesendheitspflicht gabs nix zu erfüllen/tun. Keine Prüfung, keine Hausarbeit nicht einmal echte "Hausaufgaben".

Kompetenzbereich 3: Kommunikative Kompetenzen

Writing Skills for the Workplace

Findet im Sprachenzentrum in der Stadtmitte statt und wird von Ms. Grade gehalten. Eine regelmäßige Teilnahme sowie die aktive Mitarbeit im "Englisch-Unterricht" werden gefordert. Man lernt Geschäftsbriefe jeglicher Art auf Englisch zu schreiben: Angebot, Bestellung, Anfrage, Beschwerde,... Gekauft werden muss dafür ein Buch für ca. 15 Euro. Die Klausur ist bei Ms. Grade sehr locker und ohne viel Aufwand zu bestehen. Ab und zu müssen kleinere Hausaufgaben gemacht werden und über das Semester verteilt zwei Hausarbeiten abgegeben werden. Dabei handelt es sich um 2 Geschäftsbriefe unterschiedlicher Art, was man also auch in ein bis zwei Stunden geschafft hat. Kleiner Nachteil finde ich: Die behandelten Geschäftsbriefe laufen immer nach demselben Muster ab, sodass es nach der Hälfte des Semesters etwas langweiliger wird.


Präsentieren und Moderieren: Kompetenz für Studium und Beruf

Na ja, also denkt mal scharf nach um was es hier gehen könnte. Pro: Anders als in der Schule, lernt ihr die Präsentationstechniken nicht nur theoretisch, sondern macht alles auch praktisch und das bringt wirklich jeden weiter. Außerdem ist es ein Blockseminar und man macht viele Spiele und Übungen. Contra: Man muss, um den Schein zu bekommen, eine üppige Schlussreflexion schreiben und das Seminar findet bereits vor Beginn der Vorlesungszeit, also noch in der vorlesungsfreien Zeit, statt.


Unternehmenskommunikation

Lasst euch nicht von dem Titel täuschen. Das ist eine Veranstaltung in der ausschließlich Germanisten sitzen. Es geht darum, wie Firmen kommunizieren, sowohl mit anderen Firmen, als auch mit Kunden und es geht tatsächlich darum Texte zu schreiben. Pro: Die Dozentin ist so was von verplant, das macht wirklich Spaß da zuzusehen. Außerdem lernt man wirklich fachfremde Sachen. Kontra: Diese fachfremden Sachen will man eigentlich nicht wissen und es findet unregelmäßig statt, weil die Dozentin so verplant ist.


Rhetorikseminar Sprechwerkstatt

Es geht bei dieser Schlüsselqualifikation eher darum, wie man deutlicher spricht und sich seiner Stimme bewusst wird und weniger um Rhetorik selbst. Pro: Es ist ein Blockseminar mit vielen Übungen. Kontra: Man muss beide Termine wahrnehmen, um den Schein zu bekommen.


Interkulturelle kommunikative Kompetenz (Name hat sich möglicherweise etwas geändert)

Hier geht es darum, wie man später als Ingenieur in die Welt geht und bei Kleinigkeiten, die die fremde Kultur betreffen, massiv auf die Schnauze fliegen kann. Pro: Der Dozent ist super locker und bringt zu jedem Anlass etwas zu Essen und zu Trinken mit. Auch die Klausur am Ende ist geschenkt (wenn man immer da war). Kontra: Es ist abends - also bei mir war es dienstagabends und da hatte ich morgens schon Schluss, d.h. ich musste extra dafür in die Stadt fahren.


Debattierclub

Die Veranstaltung findet wöchentlich in der Stadtmitte stadt. Meistens gibts vorher noch eine halbstündige Präsentation mit Tipps bis dann die eigentliche Debatte losgeht. Jede Woche gibt es ein neues strittiges Thema und man bekommt eine Rolle (pro/contra) zugelost. In Teams bereitet man sich dann kurz vor und versucht dann in seiner Rede die Jury, die aus erfahrenen Vereinsmitgliederen besteht, zu überzeugen. Anschließend wird von dieser der Gewinner festgelegt und jeder bekommt eine persönliche Rückmeldung zu seiner Rede.
Was man lernt ist, sich in kurzer Zeit in ein Thema reinzudenken, die Argumente zusammenzutragen und auf den Punkt zu bringen, sowie in einer möglichst freien Rede trotz gegnerischen Zwischenrufen und Zeitdruck souverän und überzeugend zu wirken.
Perfektes Training also für zukünftige Pressesprecher, Politiker, Präsidenten, Diktatoren oder auch Leute die gerne auf hohem Niveau diskutieren oder das lernen wollen (Spaß am Reden sollte man schon haben). Die Leute dort sind echt kompetent und landen auch bei internationalen Debattier-Wettbewerben oft ganz oben.


Kommunikationspsychologie

Die Schlüsselqualifikation Kommunikationspsychologie bei Jörg Stimpfig fand, zumindest bei mir, an zwei Freitagspätnachmittagen (bis in den Abend) und den darauf folgenden Samstagen (früher Vormittag bis fortgeschrittener Nachmittag) statt. (Offiziell freitags 17.30 bis 21.00 Uhr und samstags 10:00 bis 17:30) Das hört sich zwar vor allem Samstag nach viel Zeit an, jedoch gab es immer nach 45 Minuten eine kleine Pause und an den Samstagen immer eine Stunde Mittagspause.

Doch nicht nur die Pausen brachten eine locker, angenehme Arbeitsatmosphäre, sondern auch das ausgewogene Verhältnis von Theorie und Praxis. In der manchmal zwar trockenwirkenden Theorie ging es los mit allgemeiner Definition von Psychologie, über einige Psychologen bis hin zu Freuds Ich, Es und Über-Ich. Von einem weiteren Dozenten wurde uns am selben ersten Abend dann das Thema Kommunikation näher gebracht. Dabei wurde erklärt wie man miteinander kommuniziert, also mit welchen Sinnen, über welche Wege, welcher Inhalt etc.

Der erste Samstag war fast ausschließlich praxisorientiert: Wir haben anfangs erklärt bekommen, was unsere Aufgabe war und haben dann kleine Lauschangriffe gestartet; d.h. wir mussten Leute unauffällig belauschen, deren Konversationen mit notieren und uns überlegen, aus welchem Ich sie gerade heraus sprechen.

Am zweiten Freitag wurde Psychologie und Kommunikation weniger getrennt, sondern wie der Name der SQ schon sagt als Einheit behandelt. Dabei wurden auch die Freudschen Ich-Formen nochmals etwas differenzierter betrachtet. Ebenfalls befassten wir uns mit Egogrammen und Kontaktanzeigen. Als zweite praktische Aufgabe mussten wir je ca. 20 Kontaktanzeigen von Frauen und von Männern analysieren, indem wir untersuchten was derjenige sucht, was er bieten kann etc..

Am letzen Samstag wurde es wieder sehr praktisch, denn wir starteten wieder Lauschangriffe und mussten auf Grund der ausgewerteten Kontaktanzeigen passende Singlemänner beobachten. Wir sollten deren Äußeres dokumentieren, sowie nach wem sie so Ausschau hielten und für wie lange und wie oft.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die SQ sehr entspannt war, da man nach vier Tagen fertig war und wir auch ab und an mal früher gehen durften. Zudem kommt, dass Jörg Stimpfig mit sich reden lässt. Er ist daher sehr flexibel und dann kann es schon mal passieren, dass er die SQ anderes gestaltet als geplant. Desweitern konnten wir ihn daher auch umstimmen keine schriftliche Prüfung zustellen, sondern wir mussten nur die oben beschriebene Aufzeichnungen (Dialog-Lauschangriff-Analyse, Kontaktzeigenauswertung und Single-Männer-Verhalten-Analyse) ihm als schriftlichen Nachweis abgeben. Abgesehen davon, dass das Thema auch hin und wieder mal interessant war, muss ich sagen, dass das recht leicht verdiente 3 LP waren.

Kompetenzbereich 4: Personale Kompetenzen

Verantwortungsvoll führen

Um was es hier wirklich geht, weiß man eigentlich am Ende der Veranstaltung immer noch nicht so genau. Pro: Es ist ein Blockseminar. d.h. einerseits ist man nach 3 Tagen komplett fertig und macht andererseits teils ziemlich lustige Übungen. Kontra: Es ist ein Blockseminar und geht von Donnerstagabend bis Samstag, d.h. man muss auch samstags antanzen.


Arbeitsmethodik und Präsentationstechniken

Eine eigentlich sehr informative Vorlesung, die sich mit einer Vorlesung wöchentlich vom Aufwand her in Grenzen hält. Behandelt werden teilweise Themen, die man aus der Schule her kennt, wie z.B. Vortragstechniken, Gestaltung von Vorträgen, Kreativitätstechniken. Diese werden jedoch auch ergänzt und vertieft und zudem kommen nützliche Themen wie u.A. Zeitmanagement, Konfliktmanagement, Moderation, wissenschaftliches Schreiben dazu. Alles in allem sind die Folien sehr nützlich, weil man sie sich danach als PDF herunterladen kann und so immer eine gute Übersicht über diese Themen hat, da man sich als Ingenieur meistens davor drückt. Die Klausur war darauf ausgelegt, dass man die wesentlichen Inhalte der Vorlesung verstanden hat und mit passender Vorbereitung locker zu schaffen. Alles in Allem kann ich diese Vorlesung durchaus empfehlen.

Kompetenzbereich 5: Recht, Wirtschaft, Politik

Gewerbliche Schutzrechte

Prof. Gleiss gibt eine Einführung in das Patentrecht, erklärt Geschmacksmuster, Gebrauchsmuster und Marken. Ich persönlich fand die Vorlesung sehr verständlich und interessant, man muss allerdings schon ein gewisses Interesse an der juristischen Fragestellung haben. Eine gewisse Grundkenntnis zum Thema Patentrecht kann, meiner Meinung nach, auch später oft nützlich sein. Es handelt sich hierbei um eine Vorlesung, das heißt es besteht keine Anwesenheitspflicht. Prof. Gleiss teilt kostenlos ein sehr ausführliches Skript aus und beantwortet so ziemlich jede Frage zum Thema, da er selbst europäischer und deutscher Patentanwalt ist und eine große Kanzlei in Stuttgart hat. Kleiner Nachteil: Es gibt eine Klausur am Ende des Semesters mit Multiple-Choice-Fragen, die sehr detailliertes Wissen verlangt. Man sollte also schon ein paar Tage auf die Klausur lernen, auch nach regelmäßigem Vorlesungsbesuch.


Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre für Ingenieure

BWL ist eine sehr gut besuchte, wöchentliche Vorlesung deren 500 Folien mit der Zeit komplett online gestellt werden. Der Herr Väth versucht seine Vorlesung möglichst interessant und interaktiv zu gestalten und ist eigentlich sehr sympathisch. Die Klausurvorbereitung ist ein heftiges oberflächliches Auswendiggelerne aber wenn man in die Vorlesungen geht und aufpassen kann ist das vielleicht auch gar nicht so hart wie es mir vorkam.
Die Themen sind Markt und Marktwirtschaft, Unternehmen / Unternehmenszusammenschlüsse, Produktion und Leistungserstellungsprozess / Personal, Finanzwirtschaftlicher Prozess und Rechnungswesen. Es werden viele wichtige Themen rund ums Unternehmen angesprochen (Rechtsformen, Organisationsstrukturen, Politik, Marketing) die der Allgemeinbildung eines Ingenieurs gut tun, aber wie gesagt fehlt manchmal etwas Tiefe.


Ringvorlesung Technikfolgenabschätzung

Dazu relativ kurz: die meisten Dozenten sind Gastdozenten. Teilweise sind sehr interessante Vorträge dabei, wie z.B. zur Elektromobolilität. Die meisten Vorlesungen haben mich allerdings enttäuscht. Ich möchte keine Namen nennen, aber ein ehemaliger Wirtschaftsminister unseres Landes war auch unter den Vortragenden und ich glaube, der nette Herr hat nicht ganz mitbekommen was eigentlich sein Thema war. Schlussendlich ging es in seinem Vortrag nur darum wie toll die Firma ist, die er vertritt. Ein anderen Dozent (auch aus polit. Kreisen) war sich auch nicht zu schade folienweise Fotos seiner Urlaubsreise zu zeigen, die zum Inhalt/Thema eigentlich keinen Bezug hatten. Insgesamt ist die SQ aber gut organisiert, es gibt sie schon länger an der Uni. Zur SQ gibts eine eigene Homepage: http://www.iat.uni-stuttgart.de/lehre/l ... tzung.html Mein Fazit: manche Themen waren wirklich interessant gemacht, diese beschränkten sich aber fast alle auf Dozenten/Profs die fest an der Uni lehren. Die Prüfung war sehr human, insgesamt sind von knapp 120 Teilnehmern (genaue Zahl weiß ich nicht mehr) nur drei durchgefallen. Von den neun Vorlesungen müssen sechs besucht werden, die Anwesenheit wird per Unterschrift kontrolliert.


Sinnvolle sozio-ökonomische Weiterentwicklung der globalisierten Gesellschaft

Unter dem Titel konnte ich mir anfangs nicht wirklich etwas vorstellen, aber nach der ersten Vorlesung wurde es soweit klar: Es geht um das aktuelle Verhalten und zukünftige Prognosen unserer Gesellschaft in den Bereichen Wirtschaft, Ökologie und Bevölkerungsentwicklung. Themen sind (oder sollten) zum Teil aus Erdkunde/Sozialkunde in der Oberstufe bekannt sein, von daher hat man auch keine Probleme beim Einstieg. Interessant bei dieser Vorlesung ist (und im Gegensatz zu dem Unterricht früher, und sonstigen Gelegenheiten, wo über dieses Thema nur diskutiert wird), dass Prof. Welfonder ein spezielles Dynamikmodell entwickelt hat, das nachdem es mit Daten versorgt wurde, zukünftige Trends und Verläufe simulieren kann. In der Vorlesung wird man von einem Haufen Blätter erschlagen, von denen zum Verständis eigentlich auch nur ein Teil ausreicht. Die mündliche Prüfung am Ende war ziemlich locker und wurde sehr fair bewertet. Alles in Allem kann ich die Vorlesung durchaus positiv bewerten und weiter empfehlen.


Umweltökonomie

Die Sq die man machen sollte, wenn man keine Lust auf eine hat. Es gibt einmal wöchentlich eine Vorlesung die dermaßen langweilig und uninteressant ist. Aber es besteht keine Anwesenheitspflicht. Eine Klausur muss man am Ende nicht schreiben, sondern statt dessen ein paar Online-Übungen bis zum Ende des Semesters bearbeiten. Die sind auch noch relativ einfach zu machen und setzen keine Anwesenheit bei der Vorlesung vorraus, da dass komplette Skript mit Erläuterungen online steht. Gesamter Arbeitsaufwand vielleicht etwas mehr als 5 Stunden.

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